PINSELBLOG Zur Übersicht »

Es grünt so schön der Malerhauck ...


 

Pilze und Algen allgemein

Pilze gehören zu den Mineralisierern, also den Abbauern von organischem Material. Was die Algen produzieren, kann von den Pilzen wieder in den Stoffkreislauf der Natur zurückgeführt werden. Zusammen spielen Sie daher eine wichtige Rolle in der Natur. An der Fassade jedoch sind Sie unerwünscht und meist nach kurzer Zeit schon sichtbar.

Voraussetzung

Gleichzeitige Präsenz von keimungsfähigen Mikroorganismen, geeignete Klimaverhältnisse und geeignete Nahrung am Ort des Wachstums.

Ursachen

  • Geringe U-Werte – dickere Wärmedämmung – kleinerer Wärmefluss – tiefere äußere Oberflächentemperatur – längere Kondensperioden – größere Wasserbelastungen – mehr Bewuchs wird möglich
  • Waldnähe, dies bewirkt kleinere Luftgeschwindigkeiten, höhere Luftfeuchtigkeit und mehr Schattenwurf
  • Orientierungen von Nordost über Nord bis Nordwest erhalten im Winter keinen Sonnenstrahlung, was eine verlängerte Feuchtebelastung zur Folge hat
  • Fehlender konstruktiver Wetterschutz
  • Fehlende Brüstungsabdeckungen

Maßnahmen

  • Durch die Wahl der Architektur wird die Wahrscheinlichkeit eines Bewuchses beeinflusst. Dabei steht der Schutz gegen übermäßige Feuchtigkeit im Vordergrund.
  • Durch Zugabe von antimikrobiell wirkenden Stoffen, sogenannten bioziden Produkten, ist es möglich, Bewuchs von Algen , Pilzen und Bakterien zu kontrollieren, das heißt Wachstum zu unterdrücken.
  • Ein Spezialfall von bioziden Produkten sind Stoffe, die selbst als Wirkstoff anzusehen sind, sie aber bei ihrem Einsatz antimikrobielle Wirkungen entwickeln. Ein Beispiel dafür sind selbstdesinfizierende Oberflächen auf der Basis photoaktiver Pigmente wie z.B Titandioxid.
  • Große Hoffnung der Fassadenflächen wurde auf Hydrophobierende Stoffe gesetzt. Leider hat sich gezeigt das sich durch natürliche Witterungseinflüsse abgebaut werden und dass sich auch auf hydrophoben Oberflächen  ein Tauwasserfilm bilden kann.

Entscheidend ist ...

Im Rahmen eines Forschungsobjektes mit der Industrie und der EMPA wurden identische Fassaden mit jeweils 3 Anstrichsystemen Silikat, Dispersion und Silikonharz beschichtet. In drei Jahren Beobachtungszeit wurde bei keinem der gewählten Anstrichsysteme Neubewuchs festgestellt. Die Studie kam zu dem überraschenden Ergebnis das die wesentliche Voraussetzung die Untergrundreinigung und die völlige Entfernung der Bewuchs bildenden Organismen ist. Auch wenn wir die Studie etwas Kritisch hinterfragen möchten ist jeder Fall einzeln zu Betrachten.

Fragen Sie doch einfach uns wir helfen ihnen gerne weiter.